Zuerst klären: Was soll die Website für das Unternehmen leisten?
Eine Website kann Vertrauen schaffen, Anfragen generieren, Leistungen erklären, Mitarbeitende gewinnen oder bestehende Kunden entlasten. Viele Projekte werden unnötig teuer, weil diese Ziele nicht priorisiert werden. Für ein Schweizer KMU reicht meist eine kurze, konkrete Zielliste: Wer soll die Seite besuchen, welche Entscheidung soll diese Person treffen und welche Information braucht sie dafür?
Struktur aus Kundensicht statt aus dem Organigramm
Besucher denken selten in internen Abteilungen. Sie suchen eine Lösung, eine Leistung, einen Preisrahmen, Referenzen oder einen Kontakt. Eine gute Navigation bildet deshalb die wichtigsten Kundenfragen ab. Startseite, Leistungen, Referenzen, Über uns und Kontakt sind oft sinnvoller als viele kleine Unterseiten ohne klare Aufgabe.
Inhalte vor Design: Content First
Texte, Bilder, Referenzen und Leistungsbeschreibungen bestimmen, wie eine Seite aufgebaut werden muss. Werden Inhalte erst nach dem Design produziert, entstehen Platzhalter, Wiederholungen und Seiten, die zwar schön aussehen, aber wenig erklären. Content First bedeutet, dass Botschaft, Seitenstruktur und wichtigste Inhalte zuerst feststehen.
Technik so einfach wie möglich wählen
Nicht jedes KMU braucht ein komplexes CMS, einen Page Builder oder zahlreiche Plugins. Entscheidend sind Pflegebedarf, Sicherheit, Geschwindigkeit, Erweiterbarkeit und die Frage, wer Änderungen künftig macht. Eine schlanke statische Website kann für viele Unternehmen ebenso sinnvoll sein wie ein CMS.
Budget nach Wirkung priorisieren
Ein begrenztes Budget sollte zuerst in die Teile fliessen, die Besucher und Sichtbarkeit tatsächlich beeinflussen: klare Inhalte, saubere mobile Darstellung, schnelle Ladezeiten, lokale Auffindbarkeit, überzeugende Referenzen und einfache Kontaktwege.
Die kurze Checkliste vor dem Relaunch
Vor einer neuen Website sollten Zielgruppe, wichtigste Leistungen, gewünschte Anfragen, bestehende Rankings, benötigte Inhalte, vorhandene Bilder, technische Anforderungen und Verantwortlichkeiten geklärt sein. Erst dann lohnt sich die Frage nach Design und Umsetzung.
